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1935

Am 11.11.1935 legten in einer Beueler Gaststätte einige „Herren" der Gesellschaft „Blumenkranz" und des Festausschusses für den Beueler Karneval den Grundstein für die Bildung eines Beueler Stadtsoldaten-Corps und besiegelten dies „mit Bier und Wein für ein gutes Gelingen". I

Erstes offizielles Gründungsfoto

n aller Eile wurden Satzungen erstellt, die Farbe der Uniformen waren schnell geklärt, rot und blau sollten sie sein, es waren die Farben der damaligen Gemeinde Beuel. Man hatte sich frederizianische Uniformen ausgesucht und wollte 1936 beim Karneval „dabei" sein. Entsprechende Uniformen wurden zunächst im Leihhaus Herbst in Bonn ausgeliehen.

1936

Als erstes Tanzmariechen hatte man sich Margarethe Uhrmacher auserkoren. Einen Prinzen gab es auch, Heinz Espey war der erste Prinz und so konnte man in den Karneval 1936 einsteigen. Diese Jahreszahl mit den Farbbezeichnungen „rot-blau" wurde dann später an den Namen „Beueler Stadtsoldaten-Corps" angefügt.

1938

In diese Zeit fiel auch die Erlernung eines Stadtsoldatentanzes durch Tanzlehrer Brück „Jo, su ne Beuele Jung", der bis heute erhalten geblieben ist und seit Jahren bereits als „Traditionstanz" des Corps gilt. Während das Corps bisher nur aus einer Tanzgruppe, heute „Infanterie", bestand, wurde im Jahre 1938 bereits ein Kindercorps gegründet.

In den Folgejahren wurden Sitzungen und Bühnenstücke zu Silvester im Hotel „Rheingold" aufgeführt, während die Teilnahme am Beueler Karnevalszug schon zur „Tradition" geworden war. Doch schon bald näherte sich das Jahr 1939, in dem der 2. Weltkrieg begann. Bis 1945 ruhte dann das Vereinsleben zwangsläufig.

1949

Nach Ende des Krieges bis 1949 versuchte man wieder aufzubauen und zusammenzutragen, was noch vorhanden war. So konnte man um 1950 wieder einen neuen Anfang wagen. Ein Fanfarenzug musste her und dem Corps angegliedert werden. Nach zahlreichen Proben konnte das Stadtsoldaten-Corps 1951 erstmals mit „eigener" Musik am Karnevalszug und den anderen Veranstaltungen teilnehmen.

1954

1954 trat man dem „Bund Deutscher Karneval" bei und war Gründungsmitglied des „Festausschusses Siebengebirge", dem Zusammenschluss der Karnevalsvereine von Beuel bis Unkel.

Die Jahre danach bis 1960 müssen wohl der intensiven Aufbauarbeit gegolten haben, denn offenbar hatte man keine Zeit, Eintragungen in der Vereinschronik vorzunehmen. In den 60er Jahren stellte das Corps sogar zweimal den Prinzen vom Siebengebirge und veranstaltete den Siebengebirgszug in Beuel.

1960

1960 wurde erstmals eine „Hauswirtschaft" auf dem Grundstück Marktstraße 17 beim Pützchens Markt errichtet.

Der vereinseigene Fanfarenzug wandelte sich in den Jahren 1968 bis 1970 zu einem Blasorchester um. Jetzt mussten Noten gelernt und neue Instrumente angeschafft werden.

1970

Am 25. Oktober 1970 starb der erste Kommandant des Corps, Hans Peffekoven, der auch Mitgründer des Corps war. Leonhard Schebben, der Prinz des Jahres 1951, wurde dessen Nachfolger. 1971 fand dann erstmals die „Große Prunksitzung" in der neu errichteten großen Sporthalle an der Ringstraße statt, nachdem die Räumlichkeiten im katholischen Pfarrheim an der Johann-Link-Straße viel zu klein geworden waren. Im gleichen Jahr wurde auch das „Kadettencorps" gegründet, ein Zusammenschluss junger Damen von 16 bis 25 Jahren, die als „Mariechengarde" die Lücke zwischen Kindercorps und „großem" Corps schlossen.

1973

Nachdem 1973 Kommandant Leonhard Schebben aus dem Corps austrat, wandelte man die Vereinsspitze in ein Dreigestirn um, den Führungsstab. Er bestand aus drei gleichberechtigten Mitgliedern. Adjutant, Schatzmeister und Geschäftsführer.

1974

1974 feierte man 25 Jahre Altenheimfahrt mit den Bewohnern der Beueler Altenheime Pützchen, Vilich und Ramersdorf. Auch konnte endlich die Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Bonn erfolgen. Von nun an war das Corps „e. V.".

Die folgenden Jahre gingen als die „Reisejahre" in die Corpsgeschichte ein. Ob Chalon-sur-Saone, Antwerpen, Geraardsbergen, Gent und mehrmals Mirecourt standen im Jahresprogramm. Nachdem der Musikzug 1975 bereits sein 25jähriges Jubiläum feiern konnte, feierte das Gesamtcorps im Jahre 1976 sein 40jähriges Bestehen mit einem Festakt im Saal des katholischen Pfarrheims.

1977

1977 wurden erstmals leerstehende Hallen im Brückenkopf der Kennedybrücke besichtigt, die dann von der Stadt Bonn angemietet und in den Folgejahren zum heutigen Zeughaus ausgebaut wurden. Mit diesem Zeughaus, bestehend aus großem Saal mit Bühne, kleinem Saal, zwei Theken, Küche, Sanitäranlagen, Proberäumen, Büro, Archiv, Lagerräumen und Fahrzeughalle war die Grundlage geschaffen, alle Bereiche weiterzuentwickeln und zwar zu dem, was es heute darstellt.

1978

Die Jahreshauptversammlung 1978 wurde dazu genutzt, den 1973 aus einer Notlage heraus gebildeten „Führungsstab" in einen „geschäftsführenden Vorstand" umzuwandeln. Dieser bestand aus dem Kommandanten und Vorsitzenden, dem Geschäftsführer und dem Schatzmeister. Zum Kommandanten und Vorsitzenden wurde der bisherige Schatzmeister und Leiter des Kindercorps, Egon Peffekoven, gewählt. Er war ein Neffe des ersten Kommandanten des Corps, Hans Peffekoven.

Die Einweihung des Zeughauses am 13. Mai 1979 war ein Meilenstein in der Geschichte des Corps.

1980

1980 nahm erstmals eine corpseigene Reitergruppe unter Leitung von Adjutant Fritz Joost am Bonner Rosenmontagszug teil und zur Jahreswende 1980/1981 wurde erstmals ein Silvesterball im Zeughaus durchgeführt.

1981

1981 wurden die Senatoren des Corps zu einem Senat zusammengefasst. Erster Senatspräsident wurde Walter Becker. Die Aufgaben des Senats liegen im Wesentlichen in der fachlichen, ideellen und materiellen Beratung und Unterstützung des Corps.

1982

Im Jahre 1982 wurden bereits im Hinblick auf das 50jährige Corpsjubiläum 1986 der Fahrzeugpark renoviert und die Fahnen des Corps erneuert. Auch die erstmals als „Reitergruppe" probeweise im Jahre 1980 eingesetzte Gruppe wurde als selbständige Abteilung „Reitercorps" dem Gesamtcorps angegliedert.

1983

1983 nahm man zusammen mit den beiden Bonner Traditionscorps an den „kurfürstlichen Spielen" im Bonner Hofgarten teil.

1984

1984 verabschiedete die Jahreshauptversammlung eine neue, den veränderten Erfordernissen angepasste Satzung und im September nahm das Corps am ersten Bundestreffen der deutschen Traditionscorps in Trier teil. Der Senat ließ einen weiteren Bagagewagen bauen und übergab ihn dem Corps.

1986

Das 50jährige Corpsjubiläum 1986 wurde ein ganzes Jahr lang mit einer Vielzahl von Veranstaltungen gefeiert. Die Artillerie übergab zum Jubiläum eine von ihr selbst gebaute Kanone, die gebührend gefeiert und auf den Namen „de decke Marie" getauft wurde. Nach einer Messe für die lebenden und verstorbenen Mitglieder des Corps in der St. Josefs Kirche, fand ein Festkommers im großen Sitzungssaal des Rathauses vor 300 Ehrengästen statt. Heinz Wacker, der Präsident des Bundes Deutscher Karneval, ehrte das Corps durch Überreichen der Ehrenschleife des BDK und zeichnete die noch lebenden Gründungsmitglieder des Corps, Heinrich Becker und Heinrich Saal, mit dem goldenen Verdienstorden des BDK für 50jährige Mitgliedschaft aus. Aus den „Kanonenbauern" wurde bei der Jahreshauptversammlung im April des Jahres offiziell eine neue Abteilung mit der Bezeichnung „Artillerie", deren erster Leiter Jakob Jolliet wurde. Neben der Veranstaltung „Tanz in den Mai" mit Wahl eines Maikönigspaares und der traditionellen Altenheimfahrt gab es auch ein Grillfest am Bierpavillon „Blauer Affe" am Rheinufer. Auch das gab es im Jubiläumsjahr: Das Verwaltungsgericht Köln fällte im Rechtsstreit zwischen dem Gewerbeaufsichtsamt und unserem Corps ein Urteil zu unseren Gunsten; dass das Jugendarbeitsschutzgesetz auf unser Corps, hier insbesondere auf das Kindercorps, keine Anwendung habe, da die Beschäftigung der Kinder und Jugendlichen in unserem Corps nicht als Arbeit im Sinne des Gesetzes anzusehen ist. Dieses Urteil hat auch Auswirkungen auf viele andere Karnevalsvereine, die Kinder und Jugendarbeit betreiben und bedeutet für alle eine große Erleichterung. Zum Abschluss des Jubiläums gab es ein großes Biwak mit Platzkonzert unter Mitwirkung der Bürgerwehrmusik Villingen -Schwenningen im Schwarzwald auf dem Rathausvorplatz. Gegen Abend folgte ein großer Festzug vom Zeughaus zum Beueler Stadion und zurück mit allen Fahrzeugen und Pferden. Im Stadion erfolgte die Reiterquadrille des Reitercorps. Im Anschluss daran erfolgte im Zeughaus ein rheinischer Abend. Der Festzug zum Stadion wurde leider überschattet durch den plötzlichen Tod unseres Mitgründers Heinrich Saal.

Im November des Jahres erfolgte dann noch eine Reise nach Berlin und man war zu Gast bei der Berliner Große Karnevalsgesellschaft von 1949 e. V..

1987

Im Jahre 1987 konnte bei der grossen Prunksitzung das Berliner Prinzenpaar und Kinderprinzenpaar begrüsst werden. Als Dank für die tatkräftige Unterstützung der Mitglieder im Jubiläumsjahr fand eine große Dankesfahrt statt, die nach Rhens, Mainz mit Besichtigung einer Sektkellerei sowie nach Unkel führte. Auch an der Grundsteinlegung zum Brückenforum war das Corps beteiligt.

1988

1988 beteiligte sich das Corps an der Einweihung des neuen Wäscherinnenbrunnens. Am 16.02. des Jahres verstarb das letzte noch lebende Gründungsmitglied des Corps, Heinrich Becker. Im November des Jahres fuhr das Corps nach Zell an die Mosel, um sich dort an der Prinzenproklamation zu beteiligen.

1989

1989 fand die erste Grosse Prunksitzung im gerade fertiggestellten Beueler Brückenforum in entsprechendem Ambiente statt. Damit waren alle bisherigen Provisorien beendet. „Beueler Erinnerungen" hiess eine Grossveranstaltung der Beueler Vereine aus Anlass der 2000-Jahr-Feier der Stadt Bonn. Das Corps nahm mit einem historischen Biwak teil und im September des Jahres beteiligte sich das Corps an einem Fest der Bürgerwehrmusik Villingen-Schwenningen im Schwarzwald.

1990

Auch 1990 wiederum wurde die Obermöhn abermals im Kadettencorps der Stadtsoldaten fündig. Schon wieder kam die Wäscherprinzessin aus unseren Reihen. Die Dankordensverleihung des Festausschusses Siebengebirge wurde vom Corps ausgerichtet. Wegen starker Stürme musste der Rosenmontagszug in Bonn abgesagt werden. Kurzerhand improvisierte das Corps im Zeughaus ein närrisches Karnevalstreiben. Bei der Jahreshauptversammlung wurde erstmals in der Geschichte des Corps eine Frau in den Gesamtvorstand als Beisitzerin gewählt, Sabine Pagenkemper, die amtierende Wäscherprinzessin. Im Vorgriff auf sein 40jähriges Bestehen im Jahre 1991 feierte der Musikzug im Zeughaus ein zünftiges „Oktoberfest".

1991

Der Beginn des Jahres 1991 stand unter keinem guten Stern. Es brach der Golfkrieg aus und im Bonner Raum wurden zahlreiche Karnevalsveranstaltungen abgesagt. Zahlreiche Regressansprüche von unter Vertrag stehenden Kräften für die Prunksitzung kamen auf das Corps zu. Egon Peffekoven, der Kommandant des Corps, feierte seinen 60. Geburtstag. Ihm zu Ehren und erstmals in der Geschichte des Corps führte der Musikzug vor seinem Haus den „großen Zapfenstreich" auf. Nach umfangreichen Umbauarbeiten und Erweiterungen des Zeughauses wurde dieses im Rahmen eines „Tages der offenen Tür" wiedereröffnet. Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen fand die Karnevalssession 1992 statt. Nachholbedarf im Feiern hatten die Menschen wohl aufgrund der Absage des Karnevals im Vorjahr. Insbesondere die Besuchermassen bei den Karnevalszügen waren beeindruckend. Das für Pützchens Markt angeschaffte vereinseigene Großzelt hatte beim Promenadenfest am Rheinufer Premiere.

1993

1993 wurde ein neuer Vorstand gewählt. Zahlreiche Positionen wurden durch jüngere Mitglieder neu besetzt. Zu Weihnachten des Jahres erlebte Beuel eine schlimme Hochwasserkatastrophe. Auch das Zeughaus blieb nicht verschont. Am 2. Weihnachtstag säuberten zahlreiche Mitglieder in einer beispiellosen Aktion das Zeughaus, damit der bereits ausverkaufte Silvesterball wenige Tage später überhaupt stattfinden konnte.

1994

25 Jahre Städtepartnerschaft Beuel-Mirecourt war ein Höhepunkt des Jahres 1994. Die Wäscherprinzessin kam aus Mirecourt und kurz nach Karneval fuhr ein Tross von 11 Reisebussen mit 550 Beuelern, darunter 97 Stadtsoldaten, nach Mirecourt zum „Karneval Rhenan". Auch Feldküche und Bagagewagen der Infanterie wurden auf Lkw's verladen und fuhren nach Frankreich. Die Franzosen stellten Zug- und Reitpferde zur Verfügung. Der Wagen der Wäscherprinzessin und der Bezirksvertretung mit der Glocke, dem Symbol der Städtepartnerschaft, fanden ihren Weg nach Mirecourt. Mehr als 1.000 Teilnehmer nahmen bei strahlendem Sonnenschein am grossen Umzug teil, der in die Geschichte von Mirecourt und Beuel eingegangen ist. Fernsehen und Presse berichteten ausführlich über dieses Ereignis. Die Hauswirtschaft zum Pützchens Markt fand letztmals auf dem Anwesen Marktstraße 17 statt.

1995

Auch 1995 stand Beuel zum zweiten Mal in kurzer Zeit vor einer Hochwasserkatastrophe. Auch das Zeughaus wurde wieder überschwemmt. Stadtsoldaten kochten Erbsensuppe und brachten diese kostenlos mit Hilfe von Booten des THW zu den vom Hochwasser eingeschlossenen Mitbürgern. Von dieser Aktion erfuhr aufgrund von Presseberichten auch Bundespräsident Roman Herzog. Er lud spontan Jakob Jolliet, den Leiter der Artillerie, zu einem Informationsgespräch in die Villa Hammerschmidt ein und bedankte sich auf diese Weise bei den Stadtsoldaten für diese Geste. 1995 stand im Zeichen des 44jährigen Bestehens des Musikzuges. Das Kindercorps wurde von Bundespräsident Roman Herzog und seiner Frau vor der Villa Hammerschmidt empfangen. Ein Bild des bützenden Bundespräsidenten mit einem Mädchen des Kindercorps wurde in zahlreichen Zeitungen in ganz Deutschland abgedruckt. Beim Pützchens Markt kam erstmals das neue Zelt auf neuem Platz gegenüber der Kirche in Pützchen zum Einsatz. Das 60jährige Bestehen des Corps im Jahre 1996 wurde „still" gefeiert, da es kein Jubiläum im eigentlichen Sinne war.

1997

Im Jahre 1997 feierte die Artillerie ihr 11. Gründungsjahr. Gefeiert wurde mit dem gesamten Corps natürlich im Zeughaus. Kommandant Egon Peffekoven wechselte erstmals bei den Karnevalsumzügen vom Pferd auf seine Kutsche, die seitdem fester Bestandteil in der Zugformation ist. Das Finanzamt erkennt das Beueler Stadtsoldaten- Corps als gemeinnützigen Verein an.

Das Jahr 1998 war gekennzeichnet durch Veränderungen und zahlreiche Jubiläen. In der Jahreshauptversammlung wurde mit Dirk Esch ein neuer Geschäftsführer gewählt und Thorsten Lebang übernahm die Leitung des Musikzuges. Etliche Beisitzer wurden ausgetauscht. Auch bei den Senatoren wurde ein Generationswechsel vollzogen. Herbert Wagner übernahm den Vorsitz vom bisherigen Senatspräsidenten Walter Becker. Das Kindercorps feierte sein 60. Jubiläum, Kommandant Egon Peffekoven blickte auf 20 Jahre Kommandant zurück und auch in Beuel standen die Zeichen auf feiern: 40 Jahre Beueler Wäscherprinzessin und 25-jähriges „Dienstjubiläum“ von Obermöhn und Präsidentin des Alten Beueler Damenkomitees Erna Neubauer. Ende Januar 1998 reiste das Corps auf Einladung der 1 . Karnevalsgesellschaft 1935 e.V. nach Würzburg. Neben einigen touristischen Aktivitäten, wie Stadtrundfahrt u.ä. , wurde das Corps vom Bürgermeister der Stadt Würzburg empfangen und begeisterte anschliessend bei seinem Sitzungsauftritt das fränkische Publikum.

1999

Beim Generalappell am 13.11. 1999 wurde dem Senator der Beueler Stadtsoldaten Franz Brock der Verdienstorden des Beueler Stadtsoldaten-Corps anlässlich seiner Verdienste um die Brauchtumspflege insbesondere der Beueler Weiberfastnacht verliehen. Anlässlich des Jahrtausendwechsels fand am 31.12.1999 der vorerst letzte Silvesterball statt.

2000

Hans Hallitzky leitete am 26.02.2000 erstmals als Sitzungspräsident die Prunksitzung des Corps. Somit bekleidete erstmals wieder ein Eigengewächs des Corps diese wichtige Aufgabe. Die Bonner Stadtsoldaten traten erstmals auf der Prunksitzung auf. Nach ihrem Programm erhielten sie ein Überraschungsgeschenk: zwei Stippeföttchen-tanzende Stadtsoldaten, ein Beueler und ein Bonner, aus Marzipan. Das Werk aus dem Hause Kessko wurde konserviert und erhielt einen Ehrenplatz im Zeughaus der Bonner Stadtsoldaten.

2001

Das Jahr 2001 begann mit einem Jubiläum. Es galt 50 Jahre Musikzug gebührend zu würdigen. Mit einem Festkommers im Januar hatten alle Freunde und Förderer des Musikzuges Gelegenheit mitzufeiern. An die Spitze der Infanterie kehrte ein alter Bekannter zurück. Peter Stassen übernahm die Leitung von Dirk Wilhelmi, der aus beruflichen Gründen seinen Posten aufgeben musste. Der Verdienstorden des Beueler Stadtsoldaten-Corps wurde 2001 Wolfgang Kessler verliehen. In diesem Jahr zog sich Egon Peffekoven, der die Geschicke des Corps mehr als 30 Jahre geleitet hatte, aus der ersten Reihe zurück und übergab den Vorsitz Hans Hallitzky. Beim Generalappell wurde die Amtsübergabe vollzogen. Im April wurde Egon Peffekoven 70 Jahre alt und das Corps gratulierte ihm im Rahmen eines Überraschungsumtrunkes im Zeughaus nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub.

2002

2002 erhielten gleich zwei Persönlichkeiten den Verdienstorden des Stadtsoldaten-Corps: Josef Eimermacher und der langjährige Senatspräsident Walter Becker.

2003

Das Reitercorps lud am 18.01.2003 das Corps anlässlich seines 20-jährigen Bestehens auf den Reiterhof auf der Kalenborner Höhe ein. Zum Jubiläum wurde neben dem Sessionsorden ein passender Anstecker verliehen. In den Zügen präsentierte sich die Abteilung mit neuen Satteldecken, die durch gestickte Abteilungszeichen geziert werden . Am 23.01. des Jahres erhielt Egon Peffekoven das Bundesverdienstkreuz für deine Verdienste um das heimatliche Brauchtum, den Karneval, die Beueler Stadtsoldaten…

2004

Der Karnevalsdienstag 2004 stand ganz im Zeichen der gewachsenen Freundschaft zwischen den Beueler- und Bonner Stadtsoldaten. Gemeinsam zogen beide Corps am Nachmittag durch Bonn, boten Musik und Tanzdarbietungen und sammelten für den guten Zweck. Auf dem Bonner Marktplatz fand dann die Session 2004 ihr Ende. Beide Kommandanten befahlen „Reserve hat Ruh´“ und im Zeughaus unter der Rheinbrücke klang der Tag gemütlich aus. Ein gemeinsamer Bericht über dieses Ereignis wurde sowohl im Sessionsheft der Beueler Stadtsoldaten als auch in der Feldpost der Bonner Stadtsoldaten abgedruckt.

2005

2005 jährt sich die Gründung des Beueler Stadtsoldaten-Corps zum 70. Mal. Das Corps ist fester Bestandteil des Beueler Vereinslebens und auch über die Grenzen Beuels und sogar Bonns bekannt. Bei seinen Auftritten präsentiert sich das Corps als „staatse Truppe“ und braucht sich vor anderen Corps nicht zu verstecken! Engagement, viel Spaß an der Freud´ und das Wissen, anderen Menschen viel Freude und vor allem die alten und bedürftigen Menschen nicht zu vergessen sind der Motor für den Erfolg des Beueler Stadtsoldaten- Corps. Und mit Blick auf den zahlreichen Nachwuchs können die Verantwortlichen des Corps ohne große Sorgen in die Zukunft blicken. Auf die nächsten 70 Jahre!

 

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