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Die Infanterie ist der Ursprung des Beueler Stadtsoldaten-Corps. Bei der Gründung des Corps am 11.11.1935 bildeten die Gründungsmitglieder die „Tanzgruppe" mit Tanzmariechen und Tanzoffizier.
1986, zum 50jährigen Jubiläum, wurde dieser Abteilung das Kadettencorps, unser Damentanzcorps, welches seit seiner Gründung im Jahre 1972 vom Kindercorps „betreut" wurde, der „Tanzgruppe" angeschlossen. Da gleichzeitig diese Abteilung personell immer größer wurde und ältere Mitglieder nicht mehr tanzen wollten oder konnten, wurde die Abteilung in Infanterie umbenannt.
Die Infanterie wird geleitet vom „Spieß und Leiter der Infanterie". Neben der Funktion als Leiter der Infanterie ist er als „Spieß" auch für alle übrigen Abteilungen des Corps zuständig, eben die „Mutter der Kompanie". Zu seinen Aufgaben gehört es, die Kontakte zwischen den einzelnen Abteilungen zu pflegen und hierdurch die Kameradschaft zu fördern. Weiterhin erteilt der Spieß die Kommandos während der Auftritte des Corps.
Aushängeschild der Infanterie und natürlich auch des gesamten Corps ist das Tanzpaar, Tanzmariechen und Tanzoffizier. Tänzerisch unterstützt werden die Tanzpaare, zwei Paare hat das Corps in der Regel, von den Soldaten, die das Bild bei Auftritten vervollständigen. Diese sind entweder an ihrem Holzgewehr oder, je nach Dienstgrad, an dem Tragen eines Säbels zu erkennen.
Zum Repertoire der „Tanzgruppe" gehören neben modernen Gardetänzen auch der Traditionstanz „Jo, su ne Beuele Jung", der jeweils zu Beginn und am Ende einer jeden Karnevalssession getanzt wird.
Tanzgruppe und Kadettencorps proben wöchentlich einmal, mit Ausnahme der Schulferien, im eigenen Trainingsraum im Zeughaus, der mit Holzschwingboden und Spiegelwand ausgestattet ist. Bei den Auftritten wird ausnahmslos nach den Klängen des corpseigenen Musikzuges getanzt. Das Symbol der Infanterie ist die Sturmfahne, welche ein tanzendes Mariechen zeigt.
Außerhalb der Karnevalssession beteiligt sich die Infanterie rege an allen stattfindenden Corpsveranstaltungen wie z. B. Bewirtung bei Veranstaltungen im Zeughaus, beim Promenadenfest, Ab- und Aufbau der Zeltwirtschaft beim Pützchens Markt usw.
Das ganze Jahr über ist auch der Feldkoch des Corps, der zur Infanterie gehört, mit seiner Feldküche zum Einsatz bereit. Die schmackhafte Erbsensuppe ist seit Jahren ein Markenzeichen der Beueler Stadtsoldaten und das nicht nur anlässlich Pützchens Markt.
Bei den Karnevalszügen führt die Infanterie neben der Feldküche auch einen Bagagewagen mit. Dieser, nach historischem Muster gebaute Wagen, mit Holzrädern und Kutschbock versehen, beinhaltet dann die von den Narren so begehrten „Kamellen" und „Strüßje", welche die Infanterie verteilt. Bei der Infanterie kommt auch die Kameradschaftspflege nicht zu kurz. Ein Festausschuss organisiert neben der jährlichen Weihnachtsfeier eine Infanterietour ins In- oder Ausland.
Wer Interesse hat bei uns mitzumachen, kann sich gerne beim Abteilungsleiter Infanterie melden.
Email: Infanterie [a] beueler-stadtsoldaten.de
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